Liebe SC80er,
Manchmal entstehen gute Ideen aus scheinbar beiläufigen Momenten.
So auch an einem warmen Sommertag im August 2024, als Elise Eckermann, Tilmann Gempp-Friedrich und Oliver Redenius am Rand des Rugbyfeldes standen und ihren Kindern beim ersten Training nach den Sommerferien zusahen. Der eigentliche Anlass war zunächst ein anderer: Ein Anruf von Susanne „Susi“ Brundert, der Geschäftsführerin unseres Clubs, mit der Bitte, historisch interessierte Mitglieder zusammenzubringen.
Was als lose Anfrage begann, entwickelte sich schnell zu einem intensiven Austausch. Eine Kunsthistorikerin und zwei Historiker diskutierten so lebhaft über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Clubs, dass der Sport des Nachwuchses beinahe zur Nebensache wurde. Der Funke war übergesprungen – und der Kern des heutigen Jubiläums-Komitees gefunden.
Vielleicht lässt sich dieser Moment mit den ersten Gesprächen vergleichen, die am 1. September 1880 zwischen Hermann Stasny und einigen sportbegeisterten Gleichgesinnten geführt wurden. Auch damals stand am Anfang keine große Planung, sondern Begeisterung, Gemeinschaftssinn und die Idee, Sport als festen Bestandteil des Frankfurter Lebens zu etablieren.
Dem Quartett mit historischer Leidenschaft gesellten sich von Sitzung zu Sitzung in der Geschäftsstelle schon bald weitere Interessierte wie Melanie Kramer, Torsten Riotte, Bernhard „Bernie“ Meier und Marc Wimmers hinzu. Auch konnte Susi einige Sportstudenten von der Goethe-Universität für das Projekt begeistern.
Mit dem Vorstandsbeschluss vom 3. Dezember 2025 erhielt diese neue Dynamik einen festen organisatorischen Rahmen: Die Gründung eines offiziellen Vorbereitungs-Komitees für das 150-jährige Jubiläum im Jahr 2030. Ziel ist es, diesen Meilenstein nicht nur feierlich zu begehen, sondern ihn als bewussten Moment der Rückschau, der Selbstvergewisserung und der Stärkung unseres Gemeinschaftsgefühls zu nutzen.
„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.“
(August Bebel)
Ein Club im Spiegel seiner Zeit
Die Gründung des Sportclubs Frankfurt im Jahr 1880 fällt in eine Phase tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen. Die Stadt wuchs rasant, das Bürgertum gewann an Einfluss, neue Freizeitformen entstanden. Sport wurde mehr und mehr Teil einer urbanen Kultur – Ausdruck von Wettkampf, Gemeinschaft und Fortschritt.
Schon früh war der Club vielseitig aufgestellt. Neben Rugby und Tennis entwickelten sich im Laufe der Jahre auch Hockey, Leichtathletik, Eishockey, Bob und weitere Disziplinen bis hin zum Lacrosse in den 1990er Jahren. Der Sportclub war nie statisch, sondern stets in Bewegung – inhaltlich wie räumlich. Die Standorte wechselten mehrfach: vom Palmengarten über die Körnerwiese bis hin zur Louisa.
Ein entscheidender Meilenstein folgte 1922 mit dem Bezug des neuen Clubgeländes an der Feldgerichtstraße, woran eine prominente Persönlichkeit einen großen Anteil hatte: Richard Merton. Sein Engagement, stark beeinfluss durch seine Freundschaft mit Moritz von Bissing, Vereinspräsident von 1919 bis 1933 und wieder 1947 bis 1953, sollte unseren Club noch häufiger durch „unruhiges Fahrwasser“ geleiten.
In den 1920er-Jahren erlebte der Club eine prägende Phase, die bis heute nachwirkt. Sportlicher Ehrgeiz, gesellschaftliches Leben und Vereinsidentität verdichteten sich zu dem, was viele Mitglieder noch heute mit dem SCF verbinden.
Brüche, Neubeginn und Kontinuität
Wie der Club selbst, so ist auch seine Geschichte geprägt von Brüchen. Die beiden Weltkriege hinterließen tiefe Spuren. Besonders die Zeit des Nationalsozialismus und die Jahre danach forderten den Verein heraus. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Wiederaufbau und Neuanfang – unter erschwerten Bedingungen, nicht zuletzt durch die zeitweise Beschlagnahmung des Vereinsgeländes durch die US-Army .
Trotz aller Herausforderungen gelang es dem Sportclub immer wieder, sich neu zu erfinden, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Die Jahrzehnte nach dem Krieg – die 1950er bis 1980er Jahre – waren von Wachstum, Wandel und zunehmender Vielfalt geprägt. Spätestens mit dem Umbruch ab 1989 begann ein neues Kapitel, in dem sich der Club weiter öffnete und modernisierte.
Blick nach vorn: Jubiläum als Gemeinschaftsprojekt
Das 150-jährige Jubiläum soll mehr sein als eine Feier. Es soll ein gemeinsames Projekt werden – getragen von Veranstaltungen, Jubiläumsspielen und dem Engagement vieler Mitglieder. Geplant sind unter anderem Veröffentlichungen, Vorträge, Einweihungen und sichtbare Zeichen der Vereinsgeschichte, die schon vor 2030 Bewusstsein schaffen und zum Mitmachen einladen.
Denn die Geschichte des Sportclubs Frankfurt 1880 ist nicht nur Vergangenheit. Sie lebt in den Menschen, die heute auf den Plätzen stehen, am Spielfeldrand mitfiebern, im Clubhaus diskutieren oder sich ehrenamtlich engagieren.
2030 ist näher, als es scheint. Und die Frage lautet nicht, ob das Jubiläum ein „großes Ding“ wird – sondern wie wir es gemeinsam gestalten.
Mit Blick auf die gemeinschaftlichen Aktivitäten freut sich das Komitee über Unterstützung aus den unterschiedlichen Sparten des Clubs oder Impulse ganz individueller Art. Sprecht uns gerne direkt an oder schreibt uns: 150jahre@sc1880.de
O.Redenius

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Einladung zum 3. SC80 Flohmarkt für Kindersportsachen & Kinderkleidung sowie Spielzeug rund um das Clubhaus Sonntag 23. März 2025 von 16:00 – 18:00 Uhr ab 15:30 Uhr Aufbau der Verkaufstische rund ums Clubhaus 16-18 Uhr Flohmarkt (inkl. Kuchenverkauf) 16:30-17:30 Uhr sportliches Kinderprogramm auf […]
Das Stasny’s bleibt an folgenden Terminen wegen Exklusiv-Veranstaltungen geschlossen: 24. Januar ab 15.30 – 18.00 Uhr 25. Januar ab 19.00 Uhr 22. Februar 1. März
Wir sind der SC1880. Wir teilen die Leidenschaft für den Sport, seine Werte und die Gemeinschaft als Club. Wir stehen ein für Fairness, Respekt und Integrität, übernehmen Verantwortung für unseren Club und unsere Mitglieder und verfolgen eine gemeinsame Ambition, den Leistungs- und Breitensport zu fördern.