Am vergangenen Wochenende fand der zweite von drei Herren-Boxlacrosse-Spieltagen als Crossover-Spieltag in Bad Emstal statt. Tritt Frankfurt normalerweise in der Liga West nur gegen Köln, die Pfälzer Phantoms und Tübingen an, konnten sich die Teams beim deutschlandweiten Crossoverspieltag gegen Mannschaften messen, auf die sie sonst nur bei den Deutschen Meisterschaften treffen.
Nach der Anreise am Freitagabend und einer entspannten Nacht in einer Jugendherberge in Bad Emstal, ging es am Samstag um 10 Uhr los mit dem ersten Spiel gegen Hannover. In das Spiel ging Frankfurt als klarer Favorit und konnte diese Rolle auch erfüllen. Mit 17:2 entschied der 80 das Spiel deutlich für sich. Gab es beim Spieltag im Dezember in Heidelberg noch Schwierigkeiten in den grundlegenden Abläufen, insbesondere bei den Wechselvorgängen, zeigte sich die Mannschaft diesmal als eingespieltes Team.
Es folgten am Samstag noch zwei weitere Spiele. Um 15 Uhr stand das Duell gegen die starke Mannschaft und den amtierenden Deutschen Meister aus München an. Der erste Stresstest für Frankfurt. Aber auch hier konnten die Jungs sich wieder stark präsentieren und entschieden das Spiel mit 9:5 für sich. Mit dem gewonnenen Selbstbewusstsein aus der Partie war auch das späte 19 Uhr Spiel gegen Hamburg ein Selbstläufer. Frankfurt gewann mit 13:6. Im Anschluss ging es zurück in die Unterkunft und bei einem gemeinsamen Pastadinner konnten die Energiereserven wieder aufgefüllt werden.
Am Sonntag stand dann nur ein Spiel auf dem Plan: Das Duell gegen die Spreewölfe aus Berlin, die wohl erfahrenste Boxlacrosse Mannschaft in Deutschland. Während für die meisten deutschen Teams Boxlacrosse nur im Winter gespielt wird, spielen die Berliner ganzjährig in der starken tschechischen Liga, der NBLL. Das zeigte sich auch auf dem Feld: Die Frankfurter Jungs spielten nicht ganz so überzeugend, wie am Tag zuvor und die Berliner holten sich früh die Führung. Doch Frankfurt zeigte, dass sie sich auch von schwierigen Gegnern und Rückständen nicht aus dem Konzept bringen lassen und entschieden insbesondere durch ein sehr starkes zweites Drittel das Spiel für sich. Im Anschluss wurde dann wieder die Heimreise nach Frankfurt angetreten.
Nach einem erfolgreichen und ungeschlagenen Wochenende in Bad Emstal konnte sich die Mannschaft vom SC1880 schon frühzeitig für die Deutsche Meisterschaft Ende Februar qualifizieren. Und zudem auch zeigen, dass Frankfurt eines der favorisierten Teams für den Meistertitel ist. Zuvor steht aber noch ein Spieltag am 3. Und 4. Februar in Heidelberg an, bei dem es dann in die Rückspiele gegen Köln, Tübingen und die Pfälzer Phantoms gehen wird.

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